Buntes Bamberg

Für ein buntes Bamberg

Bamberg und Forchheim leben durch die Vielfalt ihrer Einwohner:innen. Wir stehen für eine Politik, in der alle die gleichen Rechte, Freiheiten und Möglichkeiten zur Teilhabe genießen – unabhängig von Herkunft, Nationalität, Geschlecht, Sexualität, oder Behinderung. Diskriminierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit stellen wir uns aktiv entgegen. Bamberg braucht eine starke soziale Stimme, die macht- und geldgierigen sowie faschistischen Tendenzen entgegentritt und sozialen, feministischen sowie antifaschistischen Bewegungen den Rücken stärkt.

Menschenwürdige Unterbringung statt Ankerzentrum

Als solidarische Stadt muss sich Bamberg aktiv gegen Abschottungspolitik stellen. Wir fordern die dezentrale Unterbringung von Asylsuchenden und die Überführung des Ankerzentrum-Geländes in städtisches Eigentum, um dort bezahlbaren und durchmischten Wohnraum zu schaffen. Die menschenverachtende Bezahlkarte lehnen wir konsequent ab. Wir wollen Geflüchtete vom ersten Tag an inkludieren und die medizinische Versorgung sowie den Zugang zu Kitas, Schulen und Sprachkursen für alle sicherstellen.

Migration bewegt die Stadt

Ein Viertel der Bamberger Bevölkerung sind Menschen mit Migrationshintergrund. Wir fordern eine antirassistische Sensibilisierung und verpflichtende Schulungen für städtische Angestellte sowie medizinisches Personal, um Diskriminierung abzubauen. Zudem setzen wir uns für anonymisierte Bewerbungsverfahren bei der Stadt ein, um Chancengleichheit zu gewährleisten. Wir fordern weiterhin das Wahlrecht für alle, die hier leben.

Erinnerungskultur und kritische Aufarbeitung

Ein modernes Bamberg braucht eine lebendige Erinnerungskultur, die Geschichte nicht verklärt. Wir fordern eine offene Diskussion über die Personalie Stauffenberg, die Umbenennung des Fritz-Bayerlein-Wegs (keine Ehrung von Faschisten) und einen Bürgerwettbewerb zur Umbenennung des Lagarde-Areals. Besonders wichtig ist uns die Aufarbeitung der Hexenverfolgung sowie der deutschen Kolonialzeit und deren historische Verbindungen zu Bamberg, die im Stadtbild sichtbar werden müssen.

Regenbogenstadt Bamberg

Bamberg ist nur dann glaubhaft bunt, wenn sich Diversität geschützt entfalten kann. Wir fördern die Gleichberechtigung von FLINTA-Personen sowie trans, inter und nicht-binären Menschen. Wir fordern den dringenden Erhalt und Ausbau der Antidiskriminierungsstelle sowie die Schaffung spezieller Schutzräumlichkeiten für FLINTA*s. Medizinische Diagnosen und Therapien müssen geschlechtersensibel gestaltet werden.

Zivilgesellschaft stärken – dem Rechtsruck entgegentreten

Faschismus, Rassismus, Antisemitismus, antimuslimischer Rassismus und Queerfeindlichkeit haben keinen Platz in unserer Region. DIE LINKE steht Seite an Seite mit allen antifaschistischen Kräften. Wir fordern eine gut finanzierte Kampagne gegen Vorurteile und die Förderung von Gruppen, die intersektional gegen die Ursachen von Rassismus kämpfen.

Barrieren abbauen für ein inklusives Oberfranken

Inklusion bedeutet für uns das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben ohne Bürokratisierung. Wir fordern eine barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Raums, unter anderem durch taktile Leitsysteme für Blinde, die Verlängerung von Grünphasen an Ampeln und den Einsatz von Gebärdensprachdolmetscher:innen bei öffentlichen Veranstaltungen. Barrieren dürfen niemanden ausschließen.