Bezahlbare Miete

Bezahlbare Miete statt fetter Rendite

Eine erschwingliche Wohnung in der Region zu finden, gleicht heute oft einem Lottogewinn, da Wohnraum zur Spekulationsmasse geworden ist. Es fehlen massiv Sozialwohnungen, und private Neubauten bleiben für die Mehrheit unbezahlbar. DIE LINKE steht an der Seite der Mieter:innen im Kampf für einen bundesweiten Mietendeckel und eine konsequente Gemeinwohlorientierung. Wenn private Wohnungskonzerne Profit über das Existenzrecht Wohnen stellen, halten wir Eingriffe in das Eigentum für unumgänglich: Wir fordern die Vergesellschaftung von Wohnraum – ein Ziel, das auch in Bayern durch Bürgerentscheide erreichbar ist, wie der Erfolg in Erlangen 2025 gezeigt hat.

Städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen (SEM) vorantreiben

Die öffentliche Hand muss Bodenpreise einfrieren, um Spekulation zu stoppen und dauerhaft bezahlbaren Wohnraum zu sichern. Städtische Daseinsvorsorge hat Vorrang vor Einzelinteressen, die Grundstücke zu Höchstpreisen vermarkten wollen. Wir setzen uns dafür ein, dass Ferien- und Zweitwohnungen wieder als echter Wohnraum genutzt werden. Ein besonderer Fokus liegt auf der Zukunft des Ankerzentrums: Nach dessen Schließung muss die Stadtentwicklung auf den frei werdenden Flächen auf bezahlbaren und durchmischten Wohnraum setzen.

Verdrängung den Kampf ansagen

Wir wollen das Vorkaufsrecht der Kommunen offensiv nutzen, um sozialen Wohnraum in öffentlicher Hand zu schaffen und bestehende Bindungen auszuweiten. Verdrängung und die Spaltung unserer Wohnviertel stellen wir uns entgegen. Im Landkreis fordern wir zudem ein aktives Leerstands- und Flächenmanagement im Landratsamt, um ungenutzte Gebäude systematisch zu reaktivieren, statt immer neue Flächen zu versiegeln.

Städtische Wohnungen sozialer vergeben

Öffentlicher Grund darf nicht länger verkauft werden. Wir fordern die Vergabe bevorzugt im Erbbaurecht an Genossenschaften, Mietshäusersyndikate und gemeinnützige Akteure mit strengen Mietobergrenzen. Die Mietbelastung muss auf 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens begrenzt werden. Zudem fordern wir den Bau städtischer Jugendwohnungen, um sicherzustellen, dass kein junger Mensch nach einer Jugendhilfe-Maßnahme in die Obdachlosigkeit entlassen wird.

Zweckentfremdung stoppen!

DIE LINKE wird gegen Leerstand und die kommerzielle Zweckentfremdung von Wohnraum vorgehen. Wir unterstützen die Förderung selbstorganisierter Wohnprojekte, etwa für Senior:innen, die nicht nur Vereinsamung verhindern, sondern durch flächeneffizientes Wohnen auch zur Entlastung des Wohnungsmarktes beitragen.

Wohnungslosigkeit bekämpfen

Wir fordern das Ende der Unterbringung in Massenunterkünften zugunsten dezentraler, menschenwürdiger Lösungen. Leerstehende Gewerberäume und Wohnungen müssen für Zwischennutzungen und dauerhaftes Wohnen erschlossen werden. Zur Unterstützung betroffener Menschen fordern wir die Förderung von Tagesjobs für Obdachlose sowie den Erhalt und Ausbau niedrigschwelliger Beratungsstellen.

Privaten Neubau sozial und ökologisch gestalten

DIE LINKE erteilt der bisherigen Praxis, nur geringe Quoten für geförderten Wohnraum festzulegen, eine Absage. Wir fordern einen massiven Vorrang für die Sanierung und Umnutzung des Bestands vor der Neuausweisung von Bauflächen. Bei jeder Form der Nachverdichtung müssen ökologische Belange – wie der Erhalt von Kaltluftschneisen und die Anpassung an den Klimawandel zur Schaffung einer „Schwammstadt“ – zwingend mit sozialen Interessen vereint werden.


 

Daseinsvorsorge & direkte Hilfe

Daseinsvorsorge sichern – Armut verhindern

Niemand in Bamberg, Forchheim oder in den Landkreisen darf vor der Entscheidung stehen, ob das Geld für eine warme Mahlzeit oder eine warme Wohnung reicht. Statt profitorientierter Konzerne fordern wir eine starke öffentliche Daseinsvorsorge, die grundlegende Bedürfnisse wie Strom, Wasser und Wärme bezahlbar garantiert. Energie- und Wasserversorgung gehören in die öffentliche Hand und dürfen nicht zur Gewinnmaximierung missbraucht werden. Wir kämpfen zudem für ein Verbot von Strom- und Gassperrungen. Für uns ist klar: Das Recht auf Energie ist ein Menschenrecht. Wo die Politik versagt, leisten wir praktische Solidarität: Mit unserem Projekt „Die Linke hilft“ bieten wir kostenlose Heizkostenchecks an, decken fehlerhafte Abrechnungen auf und unterstützen die Menschen direkt und vor Ort im Kampf gegen die Preistreiberei der Vermieter und Versorger.

Die Linke hilft!

Wer Hilfe sucht, findet sie bei uns

Jan Jaegers

Eine Mutter meldet sich bei uns wegen der Räumung ihrer Wohnung. Wir setzen uns dafür ein, dass keine Mutter, kein Kind in Deutschland auf die Straße geschickt wird. Wohnraum ist ein Menschenrecht und wir sind der Meinung, dass eines der reichsten Länder dieser Welt es schaffen kann und muss, dass all seine Einwohnerinnen und Einwohner - insbesondere Kinder - ein sicheres Zuhause haben. Dies ist jedoch leider kein Einzelfall, weder in Bamberg noch im Rest von Deutschland.

Lesen Sie den FT-Artikel: https://www.fraenkischertag.de/lokales/bamberg/wohnen-bauen/zwangsraeumung-aus-wohnung-der-stadtbau-bamberg-art-402721

Kennen Sie jemanden, der oder die Hilfe braucht? Problem mit den Ämtern, Wohnungsnot, Probleme mit dem oder der Vermieter*in oder einfach Probleme mit dem unsozialen System in dem wir leben? Dann melden Sie sich bei uns!

Einach eine Mail an vorstand@die-linke-bafo.de und wir setzen uns zusammen und evaluieren, wie wir helfen können!