Pressemitteilung bezüglich des AFD-Bundesparteitags
Die Linke Forchheim verurteilt Unterstützung des AfD-Bundesparteitags durch Forchheimer Unternehmen M+M Event Team GmbH.
Das Forchheimer Unternehmen M+M Event Team GmbH stellt die Veranstaltungstechnik für den Bundesparteitag der AfD in Erfurt vom Wochenende vom 04.07.2026.
Zehntausende Demonstrieren dieses Wochenende in Erfurt gegen den AfD Parteitag um der AfD das Schmieden ihrer Faschistischen Pläne für Deutschland so schwer wie möglich zu machen. Auch das kürzlich veröffentlichte neue Rechtsgutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte bescheinigte eine positive Prognose für ein Verbotsverfahren. Die AfD steht wie kaum eine andere Partei für Rassismus, Ausgrenzung und die Spaltung unserer Gesellschaft. Dass eine Firma aus Forchheim einem solchen Parteitag den technischen Rahmen bietet, ist für uns erschütternd.
Besonders befremdlich ist dies vor dem Hintergrund, dass das M+M Event Team GmbH auch 2024 die Technik für die Kundgebung von Bunt statt Braun e.V. “Demokratie verteidigen - Kein Platz für Faschismus”, die sich an die Große Demo gegen die AfD-Remigrationspläne anschloss, übernommen hatte. Damals wurde ausdrücklich erklärt, dass sie grundsätzlich „unpolitisch“ seien und ausschließlich mit dem Bündnis zusammenarbeiten können, weil es keine Partei darstellt. Umso unverständlicher ist es, wenn dieselbe Firma anschließend den Bundesparteitag einer Partei technisch begleitet, deren Politik Millionen Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder Lebensweise ausgrenzt und bedroht. Wer behauptet, unpolitisch zu handeln, sollte sich bewusst sein, dass die Unterstützung einer solchen Großveranstaltung niemals neutral ist.
Die Linke Forchheim erklärt sich das schlichtweg nicht anders, als dass in diesem Fall für M + M Events Profit vor Gewissen gestellt wird, was die Linke Forchheim zutiefst verurteilt.
Wir rufen alle demokratischen Kräfte dazu auf, Haltung zu zeigen. Gegen Faschismus gibt es keine Neutralität. Wer der extremen Rechten Infrastruktur zur Verfügung stellt, trägt Mitverantwortung dafür, dass sie ihre menschenfeindliche Ideologie verbreiten kann.
Mit solidarischen Grüßen
Die Linke Forchheim
Presseanfrage zum Thema "queere Sichtbarkeit" in Forchheim
Linnéa Hümmer, als Vertreterin des Ortsverband Die Linke Forchheim im Stadtrat, hat am 22. Juni auf eine Presseanfrage des Fränkischen Tages bezüglich “queere Sichtbarkeit” in Forchheim mit folgender Mitteilung geantwortet.
In Deutschland gehören schätzungsweise 12 Prozent der Gesellschaft zur LGBTQ+ Community. Das ist eigentlich ziemlich viel, so könnte es in Forchheim sein, dass jede*r 10. dazu Gehört. Dass man das nicht jeder Person sofort ansieht ist dabei völlig normal, anders als in den Medien oft propagiert trägt nicht jede*r eine Regenbogenflagge mit sich herum oder trägt bunte Haare. Nein viel mehr geht es ja genau darum: Sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität sucht man sich nicht aus und durchzieht alle Schichten. Anhand der Vorfälle rund um die Regenbogenflagge von unserem Stadtratsmitglied Manuel Heilmann konnte man eine breite Solidarität mit queeren Menschen in Forchheim erleben, das war die schöne Seite der Medaille, die dunkle Seite bleibt aber ein Aufwärtstrend von Straftaten gegen sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität. Obwohl bei oben genanntem Beispiel die Täter ermittelt werden konnten, wurde das Verfahren nicht weiter verfolgt. So geht es leider vielen Menschen, die von Hassverbrechen gegen ihre/oder der sexuellen Orientierung anderer betroffen sind. Das erklärt für uns weshalb queeres Leben weiterhin in vielen Fällen unsichtbar bleib - auch in Forchheim.
Sichere Räume für queere Personen gibt es in Forchheim sicherlich, einige sind uns auch bekannt jedoch wird dies nicht öffentlich so benannt (Cafés, Bars).
Wir als Linke Forchheim haben, wie viele wissen, queere Menschen in unserer Mitte (ich selbst gehöre ebenfalls dazu) und möchten Orte schaffen in denen sich Menschen aufgrund ihrer Sexuellen Orientierung oder Identität nicht verstecken müssen.
Einen CSD in Forchheim würden wir mehr als begrüßen, sehen aktuell aber den ersten Schritt, erst einmal Treffpunkte zu schaffen in denen Queeren Menschen sich begegnen und austauschen können, derzeit planen wir beispielsweise ein queeres Frühstück.
Ein CSD sollte von Queeren Menschen für queere Menschen sein und wir hoffen dass es das in den Nächsten Jahren hier geben wird.
Dennoch stellen wir uns die Frage:
Welches Zeichen setzt unsere neue Bürgermeisterin Martina Hebendanz mit dem kürzlich erlassenen Genderverbot in der Verwaltung für queere Menschen in Forchheim?
In Anbetracht oben genannter Ereignisse und gesellschaftlichen Umständen führt unserer Meinung nach solch ein Verbot, zu noch mehr Verunsicherung und damit verbunden Rückzug und Unsichtbarkeit von queeren Menschen in Forchheim.
Vielmehr stehen wir doch für ein buntes Forchheim voller Begegnung und Gemeinschaft.
Alle Menschen bereits in der Sprache einzubeziehen ist ein wichtiges Zeichen um genau das zu zeigen - und langfristig queeres Leben in Forchheim inmitten der Gesellschaft sichtbar und sicher zu machen.
Mit Solidarischen Grüßen,
Linnéa Hümmer
Stadt-/und Kreisrätin
Co Ortssprecherin
& Vorstandsmitglied
Die Linke Forchheim
